Heute wollen wir mit einem der größten Missverständnissen der Hundewelt aufräumen. Bälle werfen ist nämlich kein Spiel für den Hund. In diesem Blogbeitrag erklären wir Wieso.
Bälle spielen veranlasst Hunde schnellen Bewegungsreizen hinterher zu laufen. Und wann machen das Hunde normalerweise? Eben nicht wenn sie spielen, sondern wenn sie jagen. Biologisch betrachtet, stammt der Hund ursprünglich vom Wolf ab. Klar, manchen Hundearten sieht man diese Abstammung im Phänotyp natürlich nicht mehr an aber was im Gehirn des Hundes passiert, ist ganz ähnlich zu dem des Wolfes. Ein Beispiel: Wenn ein Wolf ein Ree jagt, dann hat er dieses geortet, fixiert, verfolgt und dann gefressen. Diese Handlungskette ist selbstbelohnend. Genau so funktioniert eine Handlungskette bei unseren Hunden auch. Wenn wir mit den Hunden Ballspiele machen dann werden ähnlich zur Jagt ganz viel Serotonin oder Dopamin ausgeschüttet. Die Ausschüttung dieser Hormone ist nicht negativ, allerdings ist der Hund in diesem Zustand nicht mehr empfänglich oder aufmerksam für andere Reize oder Signale. Zum Beispiel Rufe des Herrchens.
Wenn ich also ständig mit meinem Hund Ballspiele mache, dann werde ich als Besitzer immer austauschbarer für den Hund. Der Hund wird süchtig gemacht einem Bewegungsreiz hinterher zu gehen und verliert das Interesse an dem Herrchen. Ob dann die persönliche Bezugsperson oder eine Maschine den Ball wirft ist dem Hund egal. Die persönliche Bindung zu dem Besitzer wird durch das Ballspielen also eher belastet. Es gibt viel bessere Spiele als das Werfen eines Balls. Zum Beispiel das Verstecken eines Balls und dann das Freigeben und suchen lassen des Balls. Hierbei hat der Hund eine viel geringere Hormonausschüttung und muss sich besser konzentrieren.
Ich hoffe Euch konnten die Informationen aus diesem Artikel weiterhelfen.
Viele liebe Grüße,
Eure DogMom
